Mit Starthilfe zurück aus der Winterpause

3 Monate Winterpause - ein Quartal ohne Pflichtspiel - ein Viertel Jahr der Bedeutungslosigkeit? Wohl kaum.

Auch zwischen den Jahren, wie es so liebevoll benannt wird, war auf dem Parkett und dem künstlichen Rasen in der Dresdner Umgebung einiges los. Am Ende blickt die Barnitzer Equipe auf mehr humor- als niveauvolle Hallenturniere und eher enttäuschende Testspiele in Cossebaude und Freital zurück. Einzig und allein die zusammengewürfelte Notelf bei Turbine Dresden machte ein bisschen Hoffnung auf eine angenehme Rückrunde.
Genug der einleitenden Worte - Heimspieltag in Barnitz gegen Riesa und den TSV Merschwitz. Ob die zweite Mannschaft am Sonntag vor der Ersten aufläuft wurde erst an jenem entschieden. Grünes Licht für die Reserve und so wurde ein umkämpftes Remis (1:1) gegen die Lokomotive aus Riesa ergattert. Im Nachhinein vielleicht ein Punktverlust, dennoch hätte man es im Vorfeld wohl so unterschrieben.

S. Richter konnte quasi auf das zurückgreifen, was im Moment präsent ist. Die beste Elf wohl momentan, aber in jedem Falle ausbaufähig. Auch S. Kramer, Debütant als Kindesvater, streifte sich wieder das Nicki der Ersten über die Schultern. Glückwunsch nochmal! Für Außenstehende eine undurchsichtige Aufstellung, F. Hartung aber auf jeden Fall vorne am rumwühlen. Schiedsrichter M. Ullmann hatte vor 4 Minuten den Ball freigegeben, da konnte R. Scheer schon hinter sich greifen. 0:1 für den Gast aus Merschwitz durch M. Wand. Doch das Gaspedal der Grün-Schwarzen wurde bei aktuell sinkenden Spritpreisen ordentlich durchgedrückt und so zwang man den Gast nach 11 Minuten zum Eigentor: 1:1. Ehrlich gesagt passierte bis zur Halbzeit nun gar nichts mehr, jedenfalls nichts Erwähnenswertes.

Wiederanpfiff. Mit vollem Tank aufs Feld zurückkehrende TSV’ler zwangen unsere Mannen nun vermehrt in den Rückwärtsgang. Zu unserem Glück verfehlten ein paar Hochkaräter den Kasten von R. Scheer. Erst in der 67. Minute durften die Barnitzbegeisterten einem erlösenden Jubel verfallen. Die Freude weilte allerdings nur kurz. Der Treffer von F. Hartung wurde aufgrund einer Abseitsstellung zurückgenommen. Unbeeindruckt davon und dem schwachen Fuße trotzend entschied sich F.Hartung die Führung mit einem satten Linksschuss herbeizuführen. 4 Minuten später war es wieder F.Hartung, der eine bilderbuchmäßige Flanke zum Gunste der Mannschaft verwertete und die Weichen auf Sieg stellte. Danach verfiel das Spiel eher dem Leerlauf. Einzig und allein Haarmodel P. Scheil zückte nochmal den Zauberstaub und servierte per Fersentrick akkurat für F. Hartung, der zur Gnade der Gäste das Leder astrein vorbeijagte.

Glanzloser Start - glückliche Wende - kämpferisches Ende. Am kommenden Wochenende kommt die zweite Garde der TuS Weinböhla Bis dahin - Sport frei!

LSV: R. Scheer, B. Münch, S. Simon, P. Scheil, S. Kramer (R. Krumbiegel), M. Gültner, P. Kühn (E. Siebenlist), J. Grübler, M. Kühne, S. Grübler, F. Hartung – P. Krumbiegel, J. Ullmann

Autor: L. Meyer