Jährlich grüßt das Murmeltier

Während im Vorjahr eine desolate Leistung mit einer 0:1-Niederlage im Derby gegen Zehren bestraft wurde, schoss man dieses Jahr immerhin drei Tore ­- gereicht hat’s trotzdem nicht.

Der Fokus lag klar auf Sieg an diesem Sonntagmittag in der Barnitzer Mundpropaganda. Das Pendant zum Revierderby an diesem Wochenende setzte sich aus dem Gastgeber FSV Wacker Zehren und dem LSV aus Barnitz zusammen. Tolle, harte, umkämpfte Partien schmücken die Geschichtsbücher dieses Duells. Das letzte Aufeinandertreffen konnte der LSV klar mit 6:0 für sich entscheiden, es sei aber angemekrt, dass es dabei um nichts weiter als um die goldene Ananas in der Kreisliga Meißen ging. Die heutigen Vorzeichen klar anders, der LSV benötigt unbedingt die 3 Punkte um den Anschluss am Spitzen-Trio zu halten, der FSV hatte es geringfügig leichter und spielte einzig und allein für den Derbysieg.
Um dies zu verhindern und die richtigen Mittel gegen die motivierten und robusten Zehrener parat zu haben stellte S.Richter die Aufstellung nach Erfahrung auf, sodass F.Kohl und E.Siebenlist zunächst als Reservisten ausharren mussten. Auch P.Kühn durfte zunächst nur von außen zuschauen.

 

Nachdem der Ball von T.Napp freigegeben wurde, agierte zunächst nur der Gastgeber. Keine Kombinationen der Barnitzer fanden einen letzten Ball in die Tiefe und auch das Aufbauspiel aus der eigenen Hälfte heraus, ließ große Wünsche offen!

Nach einem Stellungsfehler der Barnitzer Defensive in der 15. Minute brauchte die Nummer 4 nur den Schädel hinhalten und stellte den Akku auf 1:0 für die Hausherren. Grün-Schwarz erhielt nach dem Tor nun mehr Freiräume und wusste diese in einer guten Drangphase öfter gefährlich zu nutzen. F. Hartung entschied sich nach einer feinen Finte den Ball wuchtig in den Knick zu scheffeln - Ausgleich! Leider hielt die besagte Drangphase nur einen Moment.
Nachdem R.Scheer einen Zehrener Stürmer im Strafraum legte, gab es den berechtigten Strafstoß, der nach erneuter Ausführung souverän von J.Mattes verwandelt wurde. Nur 2 Minuten später vollendete D.Mattes einen Konter im Barnitzer Tor.

1:3 der Halbzeitstand aus Sicht der Gäste. Nach vorn funktionierte bis auf einige Einzelaktionen Hartungs absolut nichts. Über weite Strecken war der LSV, wie die Hausaufgaben früher in der Schule - abgeschrieben!

 

Kritik äußerte nicht nur S.Richter in der Kabine, auch Kapitän P.Hennicke appellierte an seine Männer. Augenscheinlich motiviert startete der LSV in Durchgang 2, doch zählbares sprang heute nicht heraus. Mit den Einwechslungen von E.Siebenlist und P.Kühn sollte neue Frische ins Spiel gebracht und die Außenbahnen wieder stärker mit eingebunden werden.

Doch erst unmittelbar nach der Einwechslung von F.Kohl entschieden sich die Gäste dafür das Derby auch ergebnistechnisch anzunehmen. Nach 2 Ecken in 3 Minuten stand es plötzlich 3:3! Das Grübler’sche Brüderpaar brachte den LSV zurück! Mit dem Momentum auf unserer Seite wurde Angriff um Angriff gespielt, doch leider stand Zehrens Abwehr immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort und entschärfte so manch‘ prekäre Situation. Nach einem erneut vergebenen Angriff schlug Heim-Hüter T.Krakau das Leder wuchtig zentral nach vorn. Unbehelligt durfte D. Mattes die Kugel kurz hinter der Mittellinie herunterpflücken und vollendete sehenswert per Vollspanstoß aus 40 Metern… Der Jubel kannte verständlicherweise keine Grenzen und auch das letzte Aufbäumen der Gäste änderte nichts mehr am Ausgang der Partie.


Ein verdienter Derbysieg beschert Zehren 3 Punkte, die der LSV hätte gut gebrauchen können. Wie auch im Vorjahr verliert der Barnitz ein wohl richtungsweisendes Derby.

 

Autor: L. Meyer

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