Sonne, Tore und 3 Punkte

Bei hochsommerlichen Temperaturen empfing der LSV im vorletzten Heimspiel der Saison den FSV Wacker aus Nünchritz.

Der Gastgeber wollte unbedingt die 3 Punkte im Käbschütztal behalten, will man doch den 2. Tabellenplatz aus eigener Kraft erreichen. Die Favoritenrolle war aufgrund der Tabellensituation klar verteilt, zumal der Gast die Schießbude der Liga stellt. Trainer Richter fand vor dem Spiel aber durchaus mahnende Worte, denn die Nünchritzer hatten bisher auch beachtliche 42 Treffer erzielt. So war die Marschrichtung klar: mehr Tore als der Gegner erzielen! Mit S. Grübler und A. Ramadhan stand diesmal auch wieder mehr Offensivpower zur Verfügung. Neu auf der Verletztenliste steht M. Jäschke aus der Defensivabteilung, für den leider aufgrund des Fouls aus der letzten Partie die Saison vorbei ist – Gute Besserung Manu!

Bereits mit dem Anpfiff hatte die Defensive mit Barnitz–Schreck N. Müller alle Hände voll zu tun. Mit schöner Regelmäßigkeit legt uns besagter Gästestürmer die Eier ins Netz – diesmal benötigte er genau 1 Minute für sein erstes Tor. Nach Eckball konnte er völlig unbedrängt den Ball über die Linie drücken. Nur 10 Minuten später drosch er einen Freistoß von gefühlt kurz hinter der Mittellinie in den Winkel. Endlich fingen die verdutzten Gastgeber mit dem Fußballspielen an. Nach feinem Zuspiel von F. Hartung vollendete A. Richter sicher aus 10 Metern. Kurz danach machte R. Scheer seinen Fehler wieder wett, indem er gegen den abermals freistehenden N. Müller rettete. Der Ausgleich fiel nach dem schönsten Spielzug der Partie: A. Richter bekam einen feinen Pass auf rechts, überlief seinen Gegenspieler, passte scharf nach innen und dort war F. Hartung mit der Fußspitze zuerst am Ball und erzielte das 2:2. Die LSV–Jungs bestimmten weiter das Geschehen, aber die letzte Konsequenz fehlte bis zur 45. Minute. Mit der letzten Zeigerumdrehung schnappte sich P. Hennicke die Kugel, tankte sich unwiderstehlich an 3 Gegenspielern vorbei und setzte das Leder an den Pfosten. Den Abpraller nahm A. Ramadhan auf, umkurvte seinen Gegenspieler und stellte mit der Picke auf 3:2 zur Pause.

In seiner Halbzeitansprache musste der Coach mal wieder etwas lautstärker die vergangene Hälfte zusammenfassen. Man war nach hinten zu anfällig und in der Offensive zu wenig zielstrebig, ja zeitweise arrogant. Die Jungs pushten sich nochmal und gingen raus. Aber es dauerte 10 Minuten und erneut brauchte es einen Sololauf von P. Hennicke (diesmal durch das Zentrum), der selbigen überlegt mit einem Schuss ins rechte Eck abschloss. Die Mannschaft war in Gedanken noch am Jubeln, da holte R. Scheer die Kugel erneut aus dem Netz. Am Ende einer Barnitzer Fehlerkette stand es nur noch 4:3. Aber nun kam von Gast praktisch nichts mehr und man merkte den Jungs an, dass sie den Vorsprung wieder ausbauen wollten. In Minute 66 gelang dies dann auch in Person von M. Kühne, der eine Eingabe von P. Hennicke verwandeln konnte. Das Spiel war praktisch entschieden und der Gastgeber schaltete einen halben Gang zurück. Weitere Gelegenheiten von P. Hennicke, F. Hartung und dem eingewechselten S. Simon fanden nicht den Weg ins Tor. 12 Minuten vor Schluss hämmerte dann A. Richter einen Abpraller nach Eckball zum 6:3–Endstand in die Maschen.

Spielerisch war diesmal wieder mehr Licht als Schatten. Man muss die Leistung aber auch angesichts der Gegenwehr relativieren. Nach dem Pfingstwochenende wartet dann wieder ein Derby, diesmal gegen Zehren. Hier gilt es noch was gutzumachen aus dem Hinspiel – dafür muss kämpferisch noch die eine oder andere Schippe draufgelegt werden...

LSV: R. Scheer, P. Scheil, R. Krumbiegel (S. Simon), P. Schlicke, J. Grübler, P. Hennicke, A. Richter, A. Ramadhan, M. Kühne, F. Hartung – P. Krumbiegel, S. Richter, M. Gültner, P. Kühn

Autor: M. Gültner