Überraschend klar!

Heimspielwochenende in Barnitz, die Vorzeichen schlechter als gewohnt und die vergangenen Leistungen auch alles andere als vielversprechend.

Punkt 1 Uhr gab der Unparteiische Marco Ullmann das Spielgerät frei. Bevor die Barnitzer Reserve allerdings 11 Mannen auf dem Feld auflaufen lassen konnte war kräftiges Wühlen im Passkatalog von Nöten. Verletzungen, Abwesenheit und Strafen ließen auch S. Richter den Mangel an Alternativen für das folgende Spiel der Ersten spüren. Doch verlässliche Haudegen wie J. Ullmann und O. Dombrowski entstaubten die eingetragenen Kaiser 5 und hoben nicht nur das Durchschnittsalter, sondern auch die Erfahrung der Startelf.

Von Beginn an boten die grünen Kurzhemden nicht gerade einen vom Hocker reisenden, dennoch einen positiven Eindruck hinterlassenden Fußball. Nach 2 Fehlversuchen bewahrheitete D. Dobiey nach 18 Minute den Spruch, dass aller guten Dinge 3 sein und gab seinem Schuss aus 26 Metern den Namen des Wochentags. Als der Ball hinter dem überraschten Gästehüter einschlug konnte es auch der Schütze kaum glauben. Auf jeden Fall ein authentischer Torjubel! Leider fiel das Verwalten der Führung nicht so einfach aus, sodass P. Krumbiegel seinen Kasten schon in der 24. Minute nicht mehr als „sauber“ bezeichnen konnte. Nach gelungenem Passspiel der Fortunen überwand D. Schwärig die Barnitzer Defensive und egalisierte die Führung. Doch nur 120 Sekunden später stellte D. Dobiey den 1-Tor-Abstand wieder her. Tip Top! Nun behielt der LSV das Momentum auf seiner Seite, beherrschte die Feldvorteile souverän und erhöhte in Person von L. Pospischil nach Querpass auf 3:1!

Ab jetzt hieß es Verwalten. Das vollzogen die Männer auch genauso bis zur Pause und darüber hinaus. Die 66. Minute hatte es nochmal in sich. Zunächst wurde die Neuverpflichtung M. Tscheuschner von D. Späder aufs Feld beordert, zeitgleich tankte sich S.Simon im Leubener Strafraum in Richtung Ball und vollendete präzise zum entscheidenden 4:1 im langen linken Eck. Der Jubel um Tor und Einwechslung hielt noch eine Weile an - zumal befanden sich auch immer mehr Zuschauer rund um das Barnitzer Geläuf. Nach 72 Minuten wurde K. Herr unsanft in der Box von den Stelzen genommen. Während Leuben noch reklamierte und Barnitz forderte, war einer schon auf dem Weg zum Ball und legte sich das Ding selbstbewusst auf den Punkt. Zunächst wurde natürlich Debütant M. Tscheuschner als Schütze gefordert, aber als B. Spielberg anlief war wahrlich niemand böse. 5:1! Die Schlussminuten verliefen weitestgehend ereignisarm, einzig und allein eine astreine Hinteregger-Grätsche von A. Grunau im eigenen Strafraum sowie ein vermeidbarer Tunnel durch O. Öhmes Beine sorgten auf dem Heimanhangshang für Belustigung. Kurz vor Spielende schnürte D. Schwärig seinen Doppelpack durch einen schönen Schuss an den linken Innenpfosten. Doch hier brannte nichts mehr an und das 6-Punkte-Wochenende hing jetzt an den Füßen der ersten Garde.

LSV: P. Krumbiegel, J. Ullmann, A. Grunau (B. Spielberg), O. Dombrowski, O. Öhme, J. Ullmann, D. Dobiey, K. Herr, S. Simon, L. Pospischil, B. Krebs (M. Tscheuschner) – S. Haua

Autor: L. Meyer