Hausaufgaben vorbildlich erledigt

Getrieben vom Erfolg aus der letzten Woche und dem der zweiten Mannschaft unmittelbar zuvor galt um Punkt 3 Uhr keine andere Devise als ein Heimsieg gegen Nossen!

Leider standen die Vorzeichen, in Anbetracht auf den vorhandenen Kader, nicht so prickelnd, zumal man in der Vergangenheit gegen den Gegner aus dem Muldental alles andere also bravourös aufspielte. Trotz dessen muss auch gesagt werden, dass die letzte Niederlage gegen den SV Lok mehr als 4 Jahre zurückliegt. Gespannt waren auch die 75 Zuschauer, sowie alle Verletzte, Alte Herren und Jungspunde aus der Zweiten, die zusammen genommen mancherorts mittlerweile mehr Leute stellten als andere Vereine Mitglieder zu verbuchen hat. Bei kräftigem Wind und Kaffee, belegten Brötchen und hausgemachtem Kuchen sollten nicht nur die folgenden 90 Minuten Fußball zu einem Leckerbissen werden.
Fußball wurde im Übrigen auch tatsächlich von Beginn an gespielt, das zählt leider nicht zu den Gewohnheiten des Barnitzer Teams. R. Krumbiegel mahnte den Abräumer der letzten Position vor dem Hüter R. Scheer. Dieser war zu Beginn sichtlich nervös, denn Scheer machte sich das Ritual zu Eigen genau dann zu Patzen, wenn es ihm seine Dortmunder Torhüterkollegen gleichmachen. So wurde nach Bürkis Fehlgriff auch in Barnitz ins Leere gelangt. Nach dem samstäglichen Hitz-Patzer war die erwähnte Nervosität nicht zu verstecken. Glücklicherweise rissen sich allesamt den Arsch auf und schnell wurde klar, dass dem geforderten Heimsieg nichts im Wege stehen sollte. Nach 9 Minuten erlöste A. Richter die Grün-Schwarzen und belohnte den Kampf mit der 1:0 Führung. Nach 15 Minuten erfolgte unschönerweise der nächste Rückschlag im ohnehin schon Woche für Woche schrumpfenden Kader. M. Gültner verließ das Spiel verletzungsbedingt. F. Biedermann nahm nicht nur die Verantwortung auf sich sondern seinen Gegenspieler ab dem Zeitpunkt gänzlich aus dem Spiel, die linke Bahn blieb also für die restlichen 75 Minuten unbezwingbar. Die andere Seite wurde von P. Schlicke beackert und auch hier brannte nichts an. Schiedsrichter R. Steinicke verteilte vor dem Pausenpfiff noch paar gelbe Kartons, nichts spielentscheidendes, aber sicherlich auch etwas übertrieben.

Nichtsdestotrotz ging der LSV zufrieden in die Kabine. S. Richter fand wohl die richtigen Worte, anders lässt sich das Endergebnis nicht erklären. Der Seitenwechsel war vollzogen, die Kräfte klar verteilt. Nach 10 Minuten im 2. Durchgang reagierte T. Ehrlich auf Seiten der Gäste und wollte mit einem Doppelwechsel neue Gefahr hervorrufen, doch leider war für Nossen heute absolut nichts zu holen. Um nicht ganz leer auszugehen orderte der SV Lok noch schnell eine gelb-rote Karte und vertrieb sich ab da mit nur noch 10 Mann die restliche Zeit. Knapp eine halbe Stunde vor Schluss vollendete P. Hennicke ein Solo am 16er Nossens mit einem satten Schuss ins kurze Eck - die Erlösung. Ab dem Zeitpunkt war der Drops gelutscht, der Fisch geputzt, der Schlussstrich gezogen und der Fall ad acta gelegt. In der 80. und 83. belohnte sich F. Hartung einmal mehr selbst mit einem Doppelpack, nachdem das Lattenkreuz in Hälfte 1 noch auf die Stabilität überprüft wurde.

Zufriedene Gesichter aufseiten der Gastgeber, denn seitdem letzten 6-Punkte-Heimspieltag sind schon wieder 7 Montage vergangen. Grund genug für K. Herr das zuletzt vermisste „Schuss - Tor“ in der Kabine zum Besten zu geben. Durch unverhoffte Hilfe von Garsebach, welche mit einem 4:2 - Erfolg in Nauwalde überraschten, fährt man kommende Woche als Tabellenzweiter zum SV Deutschenbora. Sport frei!

LSV: R. Scheer, R. Krumbiegel, F. Kohl, P. Schlicke, J. Grübler, P. Hennicke, M. Gültner (F. Biedermann), P. Kühn M. Kühne, F. Hartung, A. Richter (P. Kühn) – O. Öhme, A. Grunau, L. Pospischil, P. Krumbiegel

Autor: L. Meyer