×

Hinweis

SlideshowFx Plugin: Empty gallery received


Erneut 4:3 – auch zweites Derby geht an Barnitz!

Nachdem die Barnitzer Kicker am Freitag die Schneereste vom Rasen geräumt hatten, stand dem Nachbarschaftsduell gegen Zehren nichts mehr im Wege.

Trainer S: Richter wollte die Punkte auf jeden Fall im Käbschütztal lassen, so war sein taktisches Konzept auch klar auf Offensive ausgerichtet. Es waren bis auf den langzeitverletzten S. Mitko und dem abwesenden L. Meyer alle Mann an Bord. Viele Worte musste der Coach nicht an seinen Mannen richten, es war Derbytime!

Die Gastgeber begannen auf dem tiefen Geläuf auch sehr couragiert und verlegten das Spielgeschehen zumeist in die Zehrener Hälfte. Die erste große Gelegenheit hatte A. Richter nach einer Viertelstunde: Nach Pass von P. Hennicke lief er alleine auf den Torhüter zu und ließ sich nicht zweimal bitten… 1.0. Es war das erwartet rassige Derby, mit vielen Zweikämpfen zwischen den Strafräumen, aber relativ wenig Torgefahr. Auch die zweite Gelegenheiten netzten die Gastgeber ein. Diesmal tauchte der agile P. Hennicke nach genialem Zuspiel von S. Meister alleine vor dem Torwart auf und vollendete ebenso sicher und sehenswert wie sein Sturmpartner. Doch dieses 2:0 schien ein Weckruf für Zehren zu sein und Barnitz war sich seiner Sache wohl zu sicher. Das Spiel verlagerte sich immer mehr in die Hälfte der Gastgeber. Zehren war ab sofort auch viel bissiger und aggressiver. Kurz vor der Pause dann der folgerichtige Anschlusstreffen, als J. Mattes einen weiten Einwurf zum 1:2 über die Linie drückte.

In der Kabine war Coach Richter sichtlich unzufrieden, denn einige seiner Akteure schienen das Derby nicht angenommen zu haben. Sollten seine Männer so weiterspielen wird nach 90 Minuten kein Sieg zu Buche stehen. Doch kurz nach dem Pausentee der nächste Schock für die Gastgeber, als H. Degler mit einem Sonntagsschuss den 2:2 Ausgleich erzielte. Dem vorausgegangen war ein Eckball von Zehren, wo die Barnitzer das Leder einfach nicht aus der Gefahrenzone bekamen. Die Gelegenheit das Spiel zu drehen hatte kurz danach J. Mattes, als er völlig freistehend am Fünfmeterraum zum Kopfball kam, aber K. Herr konnte mit einem Riesen-Reflex den Rückstand verhindern. Für die erneute Barnitzer Führung brauchte es wieder einen genialen Moment von S. Meister: diesmal konnte Zehren den Ball nicht entscheidend klären, Meister chipte die Kugel in den Strafraum auf den freistehenden Gültner, der legte auf den mitgelaufenen P. Scheil ab und dieser traf zum 3:2 für die Hausherren. Kurz danach wurde der Torschütze gegen den Debütanten M. Kühne ausgewechselt. Der im Sommer aus Sörnewitz gekommene Kühne sollte auch bald seine ersten Aktionen bekommen, aber zunächst trat der Unparteiische in den Mittelpunkt. Als der immer am Rande des erlaubten spielende M. Kerber im Strafraum zu Boden fiel entschied der Schiedsrichter auf Elfmeter für Zehren. Die Gäste ließen sich vom Barnitzer Protest nicht irritieren und bedankten sich mit dem 3:3. Auf der Gegenseite gab es kurz danach ebenfalls einen Strafstoß, diesmal aufgrund Handspiel eines Zehreners nach Flanke von M. Kühne. Auch A. Richter ließ sich durch die Proteste nicht beirren und erzielte die 4:3 Führung für die Gastgeber. Am Ende ergaben sich noch einige Kontergelegenheiten für die Hausherren, die größte hatte der nach Pass von A. Richter freigespielte T. Weser, aber sein Ball ging zu zentral auf das Tor. Kurz vor Schluss hatte P. Hennicke noch die Entscheidung auf dem Kopf, setzte den Ball aber knapp neben den Pfosten. Als letzte Aktion gab es einen Freistoß für Zehren an der Mittellinie. Im anschließenden Gewühl hatte K. Herr den Ball sicher und wurde von M. Kerber mit voller Wucht gegen den Pfosten gedrückt – sorry, aber das war Vorsatz und die gelbe Karte für den vorher bereits mehrfach auffälligen Spieler viel zu wenig! Können wir nur hoffen, dass es beim Barnitzer Keeper nur eine Schulterprellung ist und er nächste Woche wieder mitwirken kann…

Da es aber beim zweiten 4:3 in dieser Saison für Barnitz blieb, hatten die Gastgeber in der Kabine dennoch die Gelegenheit zum Feiern. Der Sieg war etwas glücklich und Zehren hatte die Niederlage auch weit nach dem Schlusspfiff nicht verdaut. Aber wahrscheinlich muss ein Derby so sein… Im nächsten Spiel braucht Barnitz aber eine deutliche Leistungssteigerung, wenn man aus Nünchritz endlich mal was mitnehmen will.

LSV: K. Herr, B. Münch, T. Weser, A. Golinski, S. Meister, J. Grübler, P. Scheil (M. Kühne), S. Grübler (P. Kühn), M. Gültner, P. Hennicke, A. Richter (S. Kramer)

Bilder vom Spiel:

 

 

[sfx ...]